Job-Sharing | Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

 

New Work ist in aller Munde, das Zukunftsinstitut prophezeit die Megatrends Individualisierung und Female Shift. Dennoch sind viele innovative Arbeitsmodelle noch nicht in den Unternehmen angekommen und das obwohl Sie signifikante Potenziale beinhalten. Ein prädestiniertes Beispiel für nicht ausgeschöpfte Potenziale für Unternehmen ist dabei das Modell des Job-Sharings.

 

Was ist Job-Sharing?

Als Job-Sharing oder Tandem bezeichnet man ein Arbeitsmodell, bei dem ein Vollzeitarbeitsplatz mit 2 oder mehr Teilzeitkräften besetzt wird, die gemeinschaftlich für die zielführende Erfüllung der Aufgaben verantwortlich sind. Arbeitsrechtlich gelten dabei für beide Parteien – also Arbeitnehmer und Arbeitgeber – verschiedene zu beachtende Gesichtspunkte im Anstellungsverhältnis. Arbeitgeber müssen für Jobsharer ab einer bestimmten Einkommensgrenze mehr Abgaben zahlen als es bei 2 regulär beschäftigten Teilzeitkräften der Fall wäre. Bei einem Bruttojahreseinkommen von 60.000,-€ fallen dabei rund 1000,-€ Mehrkosten an. Ein vergleichsweise verschwindend geringer Betrag bei Betrachtung der vorhandenen Benefits dieses New Work Arbeitsmodells.

 

Welche Vorteile bietet Job-Sharing Unternehmen? 

Das doppelte, interdisziplinäre Wissen basierend auf den bisherigen Erfahrungen der jeweiligen Arbeitnehmer/innen, ermöglicht eine differenzierte Betrachtungsweise verschiedenster Problemstellungen. Häufig ist ein deutlich erhöhter, lösungsorientierter Input das effiziente Resultat. Die Minimierung des Risikos falscher Entscheidungen und daraus resultierender Opportunitätskosten sinkt messbar durch die Betrachtung aus unterschiedlichen Disziplinen und Blickwinkeln. Des Weiteren reguliert die Gesetzgebung rund um das Jobsharing eine gesicherte, gegenseitige Vertretung im Krankheitsfall sowie natürlich auch während des Urlaubs. Gesteigerte Produktivität und mehr nachweislich Engagement sind bereits nachgewiesene Erfahrungswerte von Unternehmen, die Job-Sharing bereits in der HR Philosophie implementiert haben.

Auch auf das Employer Branding hat das Arbeitsmodell einen nachhaltigen Einfluss. Alleine durch die Einführung neuer Arbeitsmodelle, die definitiv auch der Vereinbarkeit von Karriere und Familie dienen, entsteht eine signifikante Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber. Durch die bisher doch noch sehr begrenzt Ausbreitung von Jobsharing, besteht gar die Chance Aushängeschild als Vorreiter in der aktuellen Diskussion um Work-Life Balance zu werden. Die Besetzung einer Vollzeitstelle mit dem Arbeitnehmer-tandem ist selbstverständlich auch eine alternative und innovative Lösungen für Nachfolgeplanung, Gleichstellung, Gesundheitsmanagement und Integration von Internationals. Unternehmen können folglich eine bisher verschlossene Zielgruppen hochqualifizierter Menschen, die in innovativen Arbeitswelten agieren möchten, aktivieren.

Wie sehen die Arbeitszeitmodelle des Job-Sharings aus? 

Die nachfolgende Grafik visualisiert, wie ein Arbeitszeitmodell der Tandem Arbeitnehmer/innen aussehen kann.

 

Arbeitszeitmodell job-sharing

 

  • Montag bis Mittwoch: Angestellte/r 1 (20 bis 25 Stunden pro Woche)
  • Mittwoch bis Freitag: Angestellte/r 2 (20 bis 25 Stunden pro Woche)
  • Ein Wochentag wird zur Koordination und der gemeinsamen Synchronisierung genutzt, auch wenn die Kommunikation selbstverständlich auch online ins Homeoffice erfolgen kann. Die Konnektivität unserer zeit hat unserer Kommunikation diesbezüglich revolutionär vereinfacht.
Der Onboarding-Prozess bezüglich des Job-Sharings lässt sich für Unternehmen dabei signifikant vereinfachen, wenn sich ein Arbeitnehmer-Tandem bereits gemeinsam bewirbt. Entscheiden sich zwei Fachkräfte für eine gemeinsame Bewerbung auf eine Stelle, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen werden, dass die beiden persönlich auf einer Wellenlänge liegen und der Überzeugung sind, eine Zusammenarbeit würde auch beruflich Sinn stiftend funktionieren. Ein eingespieltes Team erfordert folglich weniger Zeit im Hinblick auf das Onboarding als die Variante, bei der sich beide Personen des künftigen Duos erst die jeweiligen Stärken und Schwächen des anderen herausfinden müssen.

 

Das Job-Sharing wird mittelfristig definitiv eine bedeutendere Rolle sowohl in der Personalplanung als auch im Kontext des Employer Brandings einnehmen. Wer das früh versteht und sich auf die Anforderungen einstellt, kann einen signifikanten Wettbewerbsvorteil für sich und das eigene Unternehmen erzielen.

 

Sie möchten sich selbst mit Job-Sharing befassen oder Optionen für Ihr Unternehmen evaluieren? Kontaktieren Sie uns. Aktuell haben wir beispielsweise Tandem-Kandidaten (m|w) für verschiedene Führungspositionen und die Personalentwicklung im Portfolio.

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